Die Idee dahinter
Jeder Mensch ist Teil von Systemen: der Herkunftsfamilie, der eigenen Familie, einer Partnerschaft, eines Teams. In diesen Systemen gibt es Bindungen, Loyalitäten und Ereignisse, die weiterwirken – auch über Generationen und auch dann, wenn niemand darüber spricht. Ein früh verstorbenes Geschwisterkind, eine Flucht, eine Trennung, ein ausgeschlossenes Familienmitglied: Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren im System.
Die Familienaufstellung macht diese Spuren sichtbar. Sie zeigt im Raum, wer wo steht, wer zu wem schaut und wer fehlt. Dadurch wird oft verständlich, was sich vorher nur als diffuses Gefühl gezeigt hat: Unruhe, immer gleiche Konflikte, das Gefühl, eine Last zu tragen, die nicht die eigene ist.
So läuft eine Aufstellung ab
1. Das Vorgespräch
Am Anfang steht dein Anliegen. Was beschäftigt dich, was soll sich verändern? Gemeinsam erstellen wir ein Genogramm, einen Familienstammbaum mit den wichtigsten Personen und Ereignissen. Schon dabei fällt vielen etwas auf, das sie vorher nicht gesehen haben.
2. Die Aufstellung
In der Einzelaufstellung arbeite ich mit Bodenankern, die für dich und die Personen deines Systems stehen. Du stellst dich auf die Plätze und nimmst wahr, wie es sich dort anfühlt. Bei einer Online-Aufstellung bist du per Video dabei.
3. Das Lösungsbild
Schritt für Schritt verändern wir das Bild: Personen bekommen ihren Platz, Ausgeschlossene werden gesehen, Lasten dürfen zurückgegeben werden. Am Ende steht ein Bild, das sich stimmiger anfühlt. Es darf in dir nachwirken – oft noch Wochen später.
Was eine Aufstellung bewirken kann
Menschen berichten nach einer Aufstellung von mehr Klarheit, von Erleichterung und davon, Familienmitglieder mit anderen Augen zu sehen. Eine Klientin beschreibt es so:
In der Aufstellung haben wir zusammen gelacht, geweint – und ich durfte eine neue Leichtigkeit mitnehmen, die auch Monate danach noch anhält.
Wie eine Aufstellung wirkt, ist sehr individuell. Manche spüren sofort eine Veränderung, bei anderen setzt sie langsam ein.
Wo die Grenzen liegen
Eine Familienaufstellung ist keine Psychotherapie und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bei schweren seelischen Krisen, Traumafolgen oder psychischen Erkrankungen gehört die Begleitung in therapeutische Hände. Eine Aufstellung kann eine Behandlung ergänzen, wenn alle Beteiligten das für sinnvoll halten.
Seriöse Aufstellerinnen sprechen das offen an, arbeiten ohne Druck und lassen dir jederzeit die Freiheit, eine Aufstellung zu unterbrechen.
Woran du eine gute Aufstellerin erkennst
- Sie nimmt sich Zeit für ein ausführliches Vorgespräch.
- Sie nennt ihre Ausbildung und Erfahrung offen.
- Sie verspricht keine Heilung.
- Sie arbeitet respektvoll mit allen Personen deines Systems – auch mit denen, die nicht im Raum sind.
- Die Preise sind vorher klar.
Ich arbeite seit 2007 mit Familien- und Systemaufstellungen und bilde heute selbst Aufstellerinnen und Aufsteller aus. Wenn du wissen möchtest, ob eine Aufstellung für dein Anliegen passt, ruf mich gern an – das Erstgespräch ist kostenfrei.



